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Rechenzentrum · Kühlung

Kühlung im Rechenzentrum: was der SRI misst

Cooling mirrors heating: control per room, prevent heating and cooling from fighting each other, store cold when electricity is cheap, and let the chiller follow actual demand.

Kurz gefasst

  1. 1Diese Seite zeigt, wie der Smart Readiness Indicator (SRI) die Kühlung in Rechenzentren bewertet.
  2. 2Kühlung hat hier das größte Gewicht, da sie den Energieverbrauch eines Rechenzentrums nahezu vollständig bestimmt.
  3. 3Rechenzentren über 290 kW Kühl- oder Anlagenleistung fallen oft in den Bereich, für den der SRI nach Erwartung verpflichtend wird.

Gewicht dieser Domäne für diesen Gebäudetyp

hoch

Welche Dienste zählen

DienstNiedrigste StufeHöchste StufeEmpfehlung
Regelung der Kälteabgabe
C-1a · A · 5 Stufen
Keine automatische RegelungEinzelraumregelung mit Kommunikation und Präsenzerkennunghöchste Stufe
Abgaberegelung für TABS (Kühlbetrieb)
C-1b · 4 Stufen
Keine automatische RegelungErweiterte zentrale automatische Regelung mit intermittierendem Betrieb und/oder Rückführung der Raumtemperatur–
Regelung der Kaltwassertemperatur im Verteilnetz (Vorlauf oder Rücklauf)
C-1c · 3 Stufen
Konstante TemperaturregelungBedarfsgeführte Regelung–
Regelung der Verteilpumpen in Netzen
C-1d · 5 Stufen
Keine automatische RegelungDrehzahlgeregelte Pumpensteuerung (externes Bedarfssignal)–
Verriegelung: gleichzeitiges Heizen und Kühlen im selben Raum vermeiden
C-1f · 3 Stufen
Keine VerriegelungVollständige Verriegelung (das Regelsystem stellt sicher, dass gleichzeitiges Heizen und Kühlen ausgeschlossen ist)–
Regelung des Betriebs des thermischen Energiespeichers (TES)
C-1g · 4 Stufen
Kontinuierlicher SpeicherbetriebKältespeicher mit flexibler Steuerung über Netzsignale (z. B. Lastmanagement/DSM)–
Regelung des Kälteerzeugers
C-2a · A · 4 Stufen
Ein/Aus-Regelung der KälteerzeugungVariable Regelung der Erzeugungsleistung in Abhängigkeit von der Last UND externen Netzsignalenhöchste Stufe
Anlagenfolgeschaltung bei unterschiedlichen Kälteerzeugern
C-2b · 5 Stufen
Prioritäten ausschließlich auf Basis der LaufzeitenAnlagenfolge auf Basis einer dynamischen Prioritätenliste, einschließlich externer Netzsignale–
Berichterstattung zur Leistung des Kühlsystems
C-3 · A · 5 Stufen
KeineZentrale oder externe Berichterstattung der Leistungsbewertung einschließlich Prognose und/oder Benchmarking, zusätzlich mit vorausschauender Verwaltung und Störungserkennunghöchste Stufe
Flexibilität und Netzinteraktion
C-4 · A · 5 Stufen
Keine automatische RegelungOptimierte Regelung des Kühlsystems auf Basis lokaler Prognosen und Netzsignale (z. B. durch modellprädiktive Regelung)höchste Stufe

Rechenbeispiel

Stehen alle Dienste dieser Domäne auf Stufe 0, trägt die Domäne nichts bei. Auf der höchsten Stufe steigt die indikative Gesamtbewertung dieses Gebäudetyps um etwa 31 Prozentpunkte (von 24 auf 55 Prozent, alle anderen Domänen auf Stufe 1).

Warum wiegt Kühlung bei Rechenzentren so schwer?

Ein Rechenzentrum verbraucht Energie anders als ein Büro oder ein Wohngebäude. Heizung, Warmwasser und die Gebäudehülle spielen kaum eine Rolle. Kühlung und Elektrizität bilden fast den gesamten Verbrauch.

In der Methodik des Smart Readiness Indicator (SRI) erhält jede Domäne einen Gewichtungsfaktor pro Gebäudetyp. Für Rechenzentren trägt die Domäne Kühlung das volle Gewicht mit drei von drei.

Das bedeutet, dass die Bewertung der Kühlanlagen direkt in die Gesamt-SRI-Bewertung einfließt. Andere Domänen wie Heizung haben hier wenig bis keinen Einfluss.

Welche Smart-Ready-Dienste werden bewertet?

Innerhalb der Domäne Kühlung (C) bewertet der SRI mehrere Smart-Ready-Dienste. Jeder Dienst erhält ein Funktionalitätsniveau von 0 (keine automatische Regelung) bis zu einem höheren Niveau mit fortgeschrittener Steuerung.

Beispiele sind die Regelung der Kühlabgabe pro Raum, die Steuerung von Verteilungspumpen und Interlock: eine Funktion, die verhindert, dass Heizung und Kühlung im selben Raum gegeneinander arbeiten.

  • Regelung von Kälteerzeugern und die Reihenfolge, in der mehrere Erzeuger eingesetzt werden
  • Speicherung von Kälte, etwa thermische Energiespeicherung (TES), abgestimmt auf Zeiten mit niedrigeren Strompreisen
  • Meldung von Leistungsindikatoren des Kühlsystems, von aktuellen Messungen bis zu vorausschauender Instandhaltung
  • Flexibilität und Wechselwirkung mit dem Stromnetz, wobei das Kühlsystem auf externe Signale reagieren kann

Was bedeutet Flexibilität hier konkret?

Rechenzentren haben oft bereits Batterien und Notstromversorgungen für Kontinuität. Diese Anlagen können auch als Flexibilitätsquelle für das Stromnetz dienen.

Die höchsten Funktionalitätsniveaus innerhalb der Domäne Kühlung belohnen Systeme, die Kühlung mit Netzsignalen verbinden, etwa durch Kältespeicherung, wenn Strom günstig ist. Dies entspricht der Möglichkeit, Abwärme aus Rechenzentren an die Umgebung abzugeben.

Wann wird der SRI für ein Rechenzentrum relevant?

Der SRI ist ein freiwilliges Instrument. Gebäudeeigentümer können bereits jetzt eine Bewertung durchführen lassen, unabhängig von einer Verpflichtung.

Rechenzentren liegen oft über der Grenze von 290 kW Anlagenleistung. Für Nichtwohngebäude über dieser Grenze muss die Europäische Kommission spätestens zum 30. Juni 2027 einen delegierten Rechtsakt annehmen, der den SRI verpflichtend macht.

Was das für Sie bedeutet

Eigentümer
Lassen Sie die Kühlanlagen Ihres Rechenzentrums auf ihre vorhandenen Funktionalitätsniveaus bewerten, da diese Domäne die gesamte SRI-Bewertung für diesen Gebäudetyp bestimmt. Investitionen in fortgeschrittene Regelung, Kältespeicherung und Netzkopplung erbringen sowohl eine höhere Bewertung als auch unmittelbare Energiekosteneinsparungen.
Mieter
Als Nutzer eines Rechenzentrums bemerken Sie den SRI selbst kaum, aber seine Auswirkungen: Ein gut geregeltes Kühlsystem bedeutet stabile Temperaturen und weniger Ausfallrisiko. Ein höherer Automatisierungsgrad kann auch auf niedrigere Energiekosten hinweisen, die weitergegeben werden.
Berater
Richten Sie bei der Bewertung besondere Aufmerksamkeit auf die Dienste innerhalb der Domäne Kühlung, da diese das volle Gewicht für diesen Gebäudetyp tragen. Überprüfen Sie gezielt das Vorhandensein von Interlock, thermischer Energiespeicherung und Netzkopplung, da diese Funktionen den Unterschied zwischen den niedrigeren und höheren Klassen ausmachen.

Nächster Schritt

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