SR

Gebäudetyp

Sportstätte: was der SRI misst

Was der Smart Readiness Indicator in einem Sportstätte misst, welche Domänen schwer wiegen und wo die ersten Punkte liegen.

Kurz gefasst

  1. 1Sporthallen und Hallenbäder verbrauchen viel Energie für Lüftung, Wärmeerzeugung und Warmwasser.
  2. 2Der Smart Readiness Indicator zeigt, wie gut die technischen Systeme einer Sportanlage darauf abgestimmt sind.
  3. 3Bei diesem Gebäudetyp wiegen Wärmeerzeugung, Warmwasser, Lüftung und Beleuchtung am stärksten in der Bewertung.

Welche Domänen schwer wiegen

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Merkmale dieses Gebäudetyps

Was unterscheidet eine Sportanlage von anderen Gebäuden?

Eine Sporthalle oder ein Hallenbad hat ein anderes Energieprofil als ein Büro oder Wohnhaus. Große Räume müssen schnell auf Temperatur kommen, oft nur während der Nutzung am Abend oder am Wochenende.

Bei Hallenbädern kommt ein hoher Bedarf an Warmwasser und Luftentfeuchtung hinzu. Feuchte aus dem Becken muss ständig abgeführt werden, sonst entsteht Schaden am Gebäude.

Diese Mischung aus Spitzennutzung und Dauerlast macht intelligente Steuerung besonders wertvoll. Ein System, das Wärmeerzeugung und Lüftung an die Belegung anpasst, spart in diesem Gebäudetyp verhältnismäßig viel Energie.

Welche Domänen wiegen am stärksten?

Der Smart Readiness Indicator (SRI) verteilt die Bewertung auf neun Domänen, jede mit eigenem Gewichtungsfaktor. Bei Sportanlagen erhalten Wärmeerzeugung, Warmwasser, Lüftung und Beleuchtung die höchste Gewichtung: je ein Faktor 3.

Das entspricht der Praxis. Warmwasser für Duschen und Hallenbäder braucht viel Energie, und Beleuchtung nach Anwesenheit pro Feld oder Saal kann den Verbrauch senken, wenn ein Raum leer steht.

Elektrizität und Überwachung und Regelung, das heißt das Gebäudeleitsystem, das die Systeme steuert, wiegen leichter mit Faktor 2. Kühlung, dynamische Gebäudehülle und das Laden von Elektrofahrzeugen wiegen am leichtesten mit Faktor 1.

Wann wird der SRI für diesen Gebäudetyp relevant?

Der SRI ist ein freiwilliges Instrument nach der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD). Gebäudeeigentümer können sich jetzt schon für eine Bewertung entscheiden.

Für größere Sportanlagen mit einer Anlagenleistung über 290 Kilowatt könnte sich das ändern. Die Europäische Kommission muss bis spätestens 30. Juni 2027 entscheiden, ob der SRI für solche Nichtwohngebäude verpflichtend wird.

Viele Sportanlagen liegen von der Leistung um diese Grenze herum, je nach Umfang des Hallenbads oder der Lüftungsanlage. Besonders städtische Sportzentren sollten dies jetzt schon beobachten.

Was das für Sie bedeutet

Eigentümer
Ermitteln Sie als Gebäudeeigentümer, wie Wärmeerzeugung, Lüftung und Warmwasser in Ihrer Sporthalle oder Ihrem Hallenbad gesteuert werden, denn diese Domänen wiegen am stärksten in der Bewertung. Eine höhere Klasse kann auf niedrigere Energiekosten hinweisen, etwas das beim hohen Verbrauch von Hallenbädern schnell ins Gewicht fällt.
Mieter
Als Nutzer einer Sporthalle oder eines Hallenbads bemerken Sie intelligente Steuerung vor allem beim Komfort: Beleuchtung, die sich von selbst bei Nutzung einschaltet, und eine konstante Temperatur ohne unnötige Verschwendung. Ein gut gesteuertes Gebäude fühlt sich angenehmer an und hält die Nutzungskosten für den Betreiber überschaubar.
Berater
Achten Sie bei der Bewertung von Sportanlagen besonders auf die Smart-Ready-Dienste bei Wärmeerzeugung, Warmwasser, Lüftung und Beleuchtung, wegen ihres hohen Gewichtungsfaktors. Überprüfen Sie auch die Anlagenleistung gegenüber der Grenze von 290 Kilowatt, weil dies bestimmt, ob die delegierte Handlung künftig anwendbar wird.

Nächster Schritt

Möchten Sie wissen, wo Ihr Gebäude steht?